Mittwoch, 21. Oktober 2026
Von Gigerwald nach Solothurn
Eine Bogenhalle im zweiten Einsatz – nachhaltig und effizient.

Mittwoch, 21. Oktober 2026
Eine Bogenhalle im zweiten Einsatz – nachhaltig und effizient.
Manche Lösungen beweisen ihren Wert nicht nur im ersten Einsatz, sondern auch weit darüber hinaus. Genau das zeigt dieses Projekt beispielhaft: Eine Bogenhalle, die ursprünglich für ein Sanierungsprojekt bei der Staumauer Gigerwald realisiert wurde, steht heute an einem neuen Ort erneut im Einsatz – effizient, ressourcenschonend und flexibel.
Bereits 2022 durfte Bieri Tenta AG für die Marti AG eine Bogenhalle mit einer Breite von 27 Metern und einer Länge von 24 Metern umsetzen. Die Halle wurde im Rahmen der Sanierung der Staumauer Gigerwald eingesetzt und diente als geschütztes Materiallager für Arbeiten unter anspruchsvollen Winterbedingungen im hochalpinen Gelände.
Die Anforderungen an das Projekt waren hoch: wechselhafte Wetterbedingungen, logistische Herausforderungen bei der Anlieferung und enge Platzverhältnisse vor Ort. Umso wichtiger war eine Lösung, die robust, durchdacht und anpassungsfähig ist. Genau dafür wurde die Halle konzipiert.
Nach Abschluss des Projekts wurde die Bogenhalle zurückgebaut und für eine spätere Wiederverwendung eingelagert. Anfang 2026 bot sich dann eine neue Einsatzmöglichkeit: Die Eberhard Bau AG übernahm die bestehende Halle für das Sanierungsprojekt Stadtmist Solothurn.
Beim Projekt Stadtmist Solothurn handelt es sich um die Sanierung einer ehemaligen Kehricht- und Gewerbeabfalldeponie westlich der Stadt Solothurn. Im Rahmen dieses umfangreichen Altlastensanierungsprojekts werden die belasteten Materialien vollständig ausgehoben, vor Ort behandelt und anschliessend fachgerecht verwertet oder entsorgt. Danach werden die Flächen wieder aufgefüllt und rekultiviert.
Für den neuen Standort wurde die bestehende Bogenhalle gezielt erweitert: Bieri Tenta AG produzierte zusätzlich eine weitere Stirnwand, sodass die Halle optimal an die Anforderungen vor Ort angepasst werden konnte. Ende August 2026 wurde sie erfolgreich montiert und ist nun bereit für ihren zweiten Einsatz.
Das Projekt zeigt, wie textile Hallenlösungen heute gedacht werden können: modular, wiederverwendbar und nachhaltig. Statt eine temporäre Infrastruktur nach einmaligem Einsatz zu ersetzen, wurde eine bestehende Lösung weiterentwickelt und an einem neuen Ort erneut nutzbar gemacht.
Für Bauunternehmen und Infrastrukturprojekte bietet diese Form der Bogenhalle klare Vorteile: hohe Flexibilität, eine wirtschaftliche Nutzung über mehrere Projektphasen hinweg und eine ressourcenschonende Bauweise. Genau darin liegt der Mehrwert moderner textiler Infrastrukturlösungen.
Von Gigerwald nach Solothurn ist deshalb mehr als nur ein Standortwechsel. Es ist ein Beispiel dafür, wie aus einer bestehenden Halle eine neue, partnerschaftlich entwickelte Lösung wird – nachhaltig, effizient und bereit für kommende Herausforderungen.